NABOTH’S VINEYARD (URAUFFÜHRUNG)
So04Mai18:0020:00NABOTH’S VINEYARD (URAUFFÜHRUNG)18:00 - 20:00
Zeit
Ort
Kirche Sankt Ulrich
St. Ulrichs-Platz 3
Informationen
Festival Fremde Erde mit VIVA LA CLASSICA!NABOTH’S VINEYARD (URAUFFÜHRUNG) Max Bruch (1838–1920), Erich Zeisl (1905–1959), Alexander Zemlinsky (1871–1942) // Einführung Dr. Gerold Gruber (Exilarte) // Ehrengast: Randy Schoenberg
Informationen
Festival Fremde Erde mit VIVA LA CLASSICA!
NABOTH’S VINEYARD (URAUFFÜHRUNG)
Max Bruch (1838–1920), Erich Zeisl (1905–1959), Alexander Zemlinsky (1871–1942) //
Einführung Dr. Gerold Gruber (Exilarte) // Ehrengast: Randy Schoenberg
St. Ulrichs-Kirche, St.-Ulrichs-Platz 3, 1070 Wien
Unser Abschlusskonzert ist Erich Zeisl gewidmet. An diesem Abend kommt es zur Uraufführung des Balletts „Naboths’sVineyard“ in Anwesenheit seines Enkels Randy Schoenberg. Das 1953 in Los Angeles komponierte Ballett erlebt 72 Jahre später konzertant seine Uraufführung in Wien.
Zeisl flüchtete 1938 aus Wien ins amerikanische Exil, dort trat in seinem Schaffen eine stärkere Besinnung auf seine jüdische Herkunft hervor. Sein Vater und seine Stiefmutter wurden im Holocaust ermordet.
„Naboth’s Vineyard“ basiert auf der biblischen Geschichte von Naboth, der sich weigert, seinen Weinberg an König Ahab zu verkaufen, und daraufhin durch eine Intrige der Königin Isebel zu Unrecht hingerichtet wird. Zeisl vertont die dramatische Erzählung mit ausdrucksstarker Musik, die sowohl jüdische als auch moderne klassische Elemente vereint. Das Werk reflektiert Themen wie Gerechtigkeit, Machtmissbrauch und moralische Integrität, die zeitlos relevant sind.
Max Bruch war ein deutscher Komponist, der über 200 Werke schuf, insbesondere das bewegende Kol nidrei für Cello und Orchester, op. 47 und das erste seiner drei Violinkonzerte (Violinkonzert Nr.1 in g – Moll, op. 26, 1866). Seine Musik galt wegen seines Namens und seiner berühmten Vertonung einer Melodie aus dem jüdischen Yom Kippur als „entartet“. Bruch verschwand als vermeintlicher Jude während der Zeit des Nationalsozialismus von den Programmplänen, seine Werke wurden im deutschsprachigen Raum weitgehend vergessen.
An diesem Abend bringen wir auch das selten gespielte Ballett „Ein Tanzpoem“ von Alexander Zemlinsky konzertant zur Aufführung, dessen Uraufführung erst 1992 in Zürich erfolgte. Zemlinskys Gesundheitszustand war aufgrund der Flucht 1938 stark angegriffen und verschlechterte sich im amerikanischen Exil immer mehr, am 15. März 1942 verstarb er.
Robert Reinagl – Erzähler
Jeremias Fliedl – Cello
Orchester unter der Leitung von Jury Everhartz
Mehr Info auf www.vivalaclassica.at